PRESSESTIMMEN

 

RHEINISCHE POST, 24. 10. 2000

Natur kennt keine DIN - Formate

von Dirk Riechert

Frank Does hat neben dem Unterrichten, Komponieren, und Konzertieren ein weiteres künstlerisches Standbein. In der Schulzeit bereits zeichnete er gern. Dann fand er in Marinel Brincau in München einen Lehrer, der den Autodidakten in Techniken der Malerei und Fotografie einweihte. So hat Does eine besondere Technik der Fotomalerei entwickelt: Er stellt von Landschaftfotos Dias her, die er auf Fotokarton projiziert, die Abbilder mit Pastellfarben koloriert und hernach abfotografiert. Futuristisch bunt wirken diese allenfalls schemenhaft gegenständlichen Bilder. "Wichtig ist, daß ich keine DIN-Formate nehme,- die Natur kennt solche nicht", so Does. Gern verpaßt der Künstler seinen Arbeiten "schiefe" Rahmen und geschwungene Ränder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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NRZ, Donnerstag, 8. Februar 2001

Die Sache anders sehen

von Heike Waldor-Schäfer

Er kann einem ganz schön den Kopf verdrehen, dieser Frank Does. Vermutlich weil er Regeln nicht mag, Zumindest in seiner Kunst. Da gibt es Bilder, die aussehen wie bunte Tierfelle,. Und solche, die richtig aus dem Rahmen fallen. Da steht man dann schon mal ratlos davor und fragt sich: wo ist oben, ist unten wo unten ist , ist das gemalt oder mit der Kamera gemacht? Und man macht die seltsamsten Verrenkungen, denn: Frank Does mag es, seine Werke auf den Kopf zu stellen. Das Heißt: Er komponiert sie von vornherein andersherum. Das ist verwirrend. Und macht die ganze Sache spannend. Frank Does wohnt in Neuss und ist oft auf dem platten Land unterwegs. Um seine Bilder zu zeigen und um Musik zu machen. Er schwelgt nicht nur in Licht und Farben, er spielt auch Gitarre. hat das Instrument studiert und unterrichtet. Im "Jenseits" in Kalkar ist nun der malende Frank Does zu erleben. "Die Natur kennt keine DIN-Formate" ist das Motto der Ausstellung. Egal, welche Technik der 42-jährige wählt, "schräg" und asymmetrisch ist alles, was er an die Wand bringt. Die Arbeiten sehen aus wie aufgespannte Tierfelle, die mal eben zum Trocknen an eine schmale Eisenstange gehängt sind. Er malt ungegenständlich, immer ohne Titel.. "Jeder sieht etwas anderes in einem Bild. Wenn ich den Dingen Namen gebe, beeinflusse ich den Beobachter. Und gerade das will ich nicht. Genau hingucken muß man auch bei den "Foto-Malereien". Bäume, Blätter, Bergseen - immer ist es die Natur ohne Menschen, ohne Tiere, die Frank Does mit der Kamera festhält und dann mit ausgefeilter Technik verfremdet, verwischt, verstellt. Natürlich sind die Dinge schräg gehängt. Frank Does mag keine Ordnung in der Kunst. Und so preßt der malende Musiker seine Bilderwelten auch nicht zwischen vier rechteckige, zugeschnittene Leisten, sondern läßt die Inhalte schwingen, läßt Raum für Bewegung, läßt Bögen zu und viel Raum für Interpretation. Er stellt die Dinge gerne auf den Kopf, weil "man damit nicht sofort rechnet und man gezwungen wird, sich mit dem Bild zu beschäftigen.