PRESSESTIMMEN
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RHEINISCHE
POST, 24. 10. 2000
Portrait eines vielschichtigen Künstlers: Die zweite CD des Neusser Gitarristen, Malers und Fotografen Frank Does ist erschienen. IMPROVISIERTE WELTMUSIK von Dirk Riechert NEUSS: Er kommt aus der Klassik, aber er ist da nicht stehen geblieben. Der Neusser Gitarrist Frank Does begnügt sich auch nicht damit, Werke anderer Musiker zu interpretieren, er zieht es vor, selbst in sich hinein zu lauschen, dort die Musik zu erspüren und sie über die Finger auf die Saiten und das Korpus zu leiten. "ich wollte schon immer improvisierte Musik machen" erinnert sich der 41-jährige, der mit 13 den ersten Gitarrenunterricht erhielt. Diesem Prinzip ist Does (gesprochen Duus) bis heute treu geblieben. Davon kündet seine Solo-CD, die der Musiker und Komponist jetzt aufgenommen hat. Der Stil wechselt auf der im eigenen Label (Frank Does Records) produzierten Scheibe "Yellow Guitar Moon" von World-Jazz zu Latin, von klassischen zu souligen Elementen. Diese Welt-Musik der meditativen Art ist nach dem Debüt mit "Oasis" (1994) seine zweite CD. Als er 15 war, fand Frank Spaß am Jazz- und stieg vorübergehend auf Schlagzeug um, lernte unter anderem bei Tony Oxley und Big Fletchit Wirbeln, Beseneinsatz und technische Kniffe. Später setzte er seine Trommelkünste in einer Jazzband ein, die von Coltrane beeinflußt war und in Richtung Free-Jazz steuerte. Seit 1992 aber konzentrierte sich der vielseitige Musiker, der an der Hochschule Rheinland Musik und Kunst studierte, aber seine pädagogische Arbeit längst privatisiert hat, wieder auf zarte Zupftöne. NATUR KENNT KEINE DIN-FORMATE Das alles wäre noch nichts besonderes - Gitarre spielen viele Menschen leidlich bis gut. Aber Frank Does hat neben dem Unterrichten, Komponieren, und Konzertieren ein weiteres künstlerisches Standbein. In der Schulzeit bereits zeichnete er gern. Dann fand er in Marinel Brincau in München einen Lehrer, der den Autodidakten in Techniken der Malerei und Fotografie einweihte. So hat Does eine besondere Technik der Fotomalerei entwickelt: Er stellt von Landschaftfotos Dias her, die er auf Fotokarton projiziert, die Abbilder mit Pastellfarben koloriert und hernach abfotografiert. Futuristisch bunt wirken diese allenfalls schemenhaft gegenständlichen Bilder. "Wichtig ist, daß ich keine DIN-Formate nehme,- die Natur kennt solche nicht", so Does. Gern verpaßt der Künstler seinen Arbeiten "schiefe" Rahmen und geschwungene Ränder.
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WZ KEMPEN-NETTETAL, 29. 05. 2001 STIMMUNGEN AUF DER GITARRE KONSEQUENT ENTWICKELT Der Gitarrist Frank Does spielte im Lobbericher "Schickeria". Er stellte sein neues Soloprogramm mit ausschließlich eigenen Kompositionen vor. von Ottmar Nagel Lobberich: Frank Does ist als Gitarrist im Rheinland kein unbekannter, zwei CDs hat er bereits produziert. Die erste 1994 mit dem Harfenisten Thomas Breckheimer, im letzten Jahr folgte dann mit YELLOW GUITAR MOON ein Soloalbum. Und nun hat er sich ein abendfüllendes Soloprogramm mit ausschließlich eigenen Kompositionen erarbeitet, das er am Samstag erstmals vorstellte. Der Beginn gehörte dem akustischen Instrument: ANTARES entpuppte sich als strukturierte Komposition, ruhig, mit kleinem Radius, leicht spanische Töne anklingen lassend. Rhythmischer ging es dann bei ON THE RIVER zu - die Akkordanschläge perkussiv, viel Bewegung, mitunter gar rockige Einschläge, ließen das Stück grooven. Damit war schon ein Rahmen abgesteckt. Die Kompositionen, oft Erinnerungen an Reisen oder Situationen, orientieren sich wesentlich am selbstgesteckten Auftrag. DER MORGEN beschreibt in programmatischer Umsetzung und langem Spannungsbogen das Erwachen des Tages von der Dämmerung hin bis zum gleißenden Sonnenaufgang. Der schwedische See (LAKE FOXEN) wird fast fühlbar in seiner Ruhe und dem folgenden Sturm. Does beherrscht sein Instrument, vermeidet es dabei jedoch in vordergründiges Virtuosentum abzugleiten. Er entwickelt die Stimmungen konsequent und nie überhastet- so folgen sie einer inneren, gut nachvollziehbaren Logik. Den zweiten Programmblock widmete er der Jazzgitarre. Hier erklangen neben stimmungsvollen Klanggemälden auch eine klasse Bluesnummer und Jazz-Balladen wie MAGIC CIRCLE oder ein schöner SWEDISH MORNING. In seinem Anspruch auf ein abwechslungsreiches Programm setzte Does auch die Technik ein: "FJORDMUSIK-nicht für Depressive" ließ die Nebelwände förmlich aufwabern, mit denen man in Norwegen nun halt rechnen muß. Kein Zweifel- ein hörenswertes Konzert mit guten Ideen, technisch auf hohem Niveau dargeboten. Ottmar Nagel
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Akustik Gitarre 05/2001 Independent von Gregor Hilden Frank Does "Yellow Guitar Moon" Eine CD mit 15 Eigenkompositionen und dies fast ausschließlich mit einer Nylonstringgitarre zu produzieren, ist schon eine anspruchsvolle Aufgabe. Daß die Musik zudem abwechslungsreich und spannend bleibt, eine weitere Schwierigkeit. Nun, das Rüstzeug für dieses Unterfangen hat der Neusser Gitarrist Frank Does unter anderem an der Hochschule Rheinland erhalten, an der er klassische Gitarre studierte. Aber das war noch nicht alles: ein weiteres Studium der Jazz- und Rockgitarre absolvierte er am Münchner Gitarreninstitut MGI.; und ganz nebenbei spielt er auch noch Schlagzeug. Ein Grund wohl für die rhythmische Sicherheit und Präzision, mit der er seine stimmungsvollen Gitarrenstücke interpretiert. Frank Does spielt mit Kraft und Souveränität und überzeugt dabei gleichzeitig mit sensiblen Nuancen und filigranen Techniken. Seine Musik ist stilistisch interessant und kaum einem Genre zuzuordnen. Jazzige Harmonien gehen mit impressionistischen Fragmenten und folkloristischen Zutaten einher. Sein klassische Background wird in Akkordspiel und Fingersatz ebenso deutlich wie in dem runden und vollen Anschlag der rechten Hand. Hinzu kommen luftige Single-Note-Improvisationen, die seiner Musik vollends die Strenge nehmen. Entfernt vergleichbar ist dieses Konzept vielleicht mit dem eines David Qualey - zumindest dürften dessen Fans auch an dieser Musik ihre Freude haben.
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TROTTOIR II/ 2001 Interviewer: Bernhard Wibben INTERWIEW MIT FRANK DOES Frank Does ist Gitarrenpädagoge, Komponist, Gitarrist, Bandleader, Studiomusiker- und Maler. Insbesondere arbeitet er im Bereich Photomalerei. Mit "Yellow Guitar Moon" hat er nun eine CD herausgebracht, die sein musikalisches Schaffen aus den Jahren 1984 bis 2000 widerspiegelt. Die Malerei klingt auch in Deiner Musik an. Ist Komponieren Malen mit anderen Mitteln, ist Musik auch eine Farbenkomposition? Frank Does: Ich wollte meine persönlichen Eindrücke in Musik umsetzten. Und wenn ich male, wie man Freejazz macht, ist das wirklich wie komponieren. Ich suche nach einem Thema, fange an bei der Farbdose, die ich zufällig greife, und arbeite damit, bis etwas entsteht, mit dem ich mich einverstanden erklären kann. Ich will auch in der Musik Klangbilder malen und dabei meine Ideen so gut wie es eben nur geht umsetzen. Nach der CD "Oasis" mit dem Harfenisten Thomas Breckheimer aus dem Jahr 1994 hat das Soloalbum "Yellow Guitar Moon" lange auf sich warten lassen. Was gab den Anstoß dazu? Frank Does: Mein Publikum gab den entscheidenden Anstoß. Neben meinen Band- und Duo-Projekten habe ich immer wieder auch solo gespielt. Und diese Stücke habe ich nun, weil meine Zuhörer mich dazu ermuntert haben, eingespielt. Deine Musik bewegt sich zwischen vielen Stilen wie World-Jazz, Latin, klassischen Einflüssen und Soul/Funkelementen. Wo sortierst Du Deinen Stil ein ? Frank Does: Ehrlich gesagt ist mir der Stil egal. Ich will da keine Schublade aufmachen. Seit vielen Jahren mache ich Musik in diversen Bands mit verschiedenen Stilrichtungen. Das hat mich natürlich beeinflußt. Aber genau deswegen bin ich nicht auf einen Stil festgelegt. Wenn mir in dieser Palette ein Begriff gefällt, ist es World-Music. Ich glaube, daß in diesem Begriff die Bandbreite der Musik der Welt enthalten ist. Irgendwie sind die Stücke alle meditativ. Klar in Melodie, Rhythmik und Harmonik, kaum Disharmonien. Spricht daraus deine Freude am Wohlklang? Frank Does: Vielleicht liegt es daran, daß ich seit 20 Jahren meditiere. Mit "Yellow Guitar Moon" wollte ich wirklich etwas Harmonisches, Melodisches machen. Melodik ist mir wichtig. Zudem ergibt es sich auch aus der Natur der Sache, wenn man solo arbeitet, daß die Kompositionen durcharrangiert sind. Vom Schlagzeug und der klassischen Gitarre zum Jazz- wohin fährt der Zug? Frank Does Ich habe im Laufe der Jahre neben dem Festgelegten in der Klassik vor allem meine Liebe für das Improvisieren entdeckt. Und die würde ich- neben meinem Duo TANDEM mit dem Kontrabassisten Reinhard Glöder- gerne umsetzen in einer neuen Band mit Schwerpunkt Rock und Jazz.
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