PRESSESTIMMEN
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Heilbronner
Stimme 26.03.2003 TIMING
IST DIE HALBE MIETE Die Gitarrre zirpt,
der Kontrabass brummt. Da schlägt jemand Alarm. Junge Hühner
sind im Anflug.
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WZ, Montag, 19. Februar 2001 TANDEM ließ am Samstag das "Bärlin`s" zum Jazz-Klub werden Kempen: Zuhörer wippten am Samstag bei Bier und Zigaretten zu der Musik von Frank Does und Reinhard Glöder. Der Gitarrist Künstler und Songwriter Frank Does überzeugte mit einem relaxten Gitarrensound und federnden Latin-Rhythmen auf der akustischen und E-Gitarre. Der Bassist Reinhard Glöder war voll rhythmischer Anstöße, sang seine Soli in der besten Tradition eines Slam Stewards mit. Und nicht zuletzt die heitere Conference der beiden trug maßgeblich zur angenehmen Stimmung des Abends bei. Auf dem Programm standen überwiegend eigene Kompositionen und einige Jazz-Standards. Villa-Lobos Interpretation des "Little Train" -das Stück wurde nach einer Rückkopplung und erneutem Anfang zum "Fast Little Train" - sowie Bekanntes zum Mitsingen("Lady Bird", "Sunny")konnten das aufmerksame Publikum gewinnen. Die von 1984 stammende Komposition "Belo Horizonte" eröffnete den südamerikanischen Latin-Reigen, während "Rainbow Warrior" in der melodiös und songorientierten Tradition amerikanischer Songwriter stand. In "On the River" konnte man sich im gleißenden Licht des Yukon-River entspannen, Im "Swedish Morning" mußte man die Melodie einfach mitsummen. Als Komponist hat Frank Does seine eigene Sprache und musikalische Geschlossenheit gefunden. Die 99 Takte des "Magic Circle" überzeugten mit spannenden Harmoniewechseln. Die "Jazz-Polizei" wäre auch mit der Interpretation der Standars einverstanden gewesen. Die Vielseitigkeit des Basses- mal schnarrend, knarrend, mal brummend und singend, gestrichen, gezupft, geschlagen- wurde im modernsten Stücke des Abends, dem Bass-Solo op. 45, Nr. 2aus dem Liederzyklus "Der Jäger weiß Bescheid" witzig vorgeführt. Bewundernswert war hier vor allem der Flageolett-Minimalismus. Mit gelungenem Witz vorgebracht läßt sich auch Modernes an den Zuhörer bringen. Dies wurde auch bei "Shades" demonstriert. Das modal gehaltene Stück demonstrierte den Unterschied zwischen Jazz- und Ethno-Musikern: Erstere werden nervös, wenn nach vier Takten noch kein Akkordwechsel erfolgt, Letztere, wenn schon nach vier Takten etwas Neues kommt. Der Abend war eine gelungene Werbeveranstaltung für das Duo "Tandem" und für Jazz in Kempen.
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